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By Dr. med. Ernst Hunziker, Dr. habil. Guerino Mazzola (auth.)

Ansichten eines Hirns ist das Resultat einer Informationsreise zu den wichtigsten europäischen Zentren der Hirnforschung. Wir konnten da­ raus die aktuellsten Perspektiven der Spezialisten in Erfahrung bringen. Es galt, die wesentlichen Erkenntnisse der Fachleute aus der Fülle ihrer Arbeiten herauszuschälen, miteinander in Beziehung zu setzen und daraus - so weit wie möglich - ein Netz von Zusammenhängen zu knüpfen. Der Kern dieser Aufgabe bestand darin, den babylonischen Sprachdschungel einander fremd geworden er Einzelwissenschaftler zu entwirren, um Ihnen den Weg zu einem künftigen conversation zu ebnen. Angesichts der Tatsache, daß es in der Hirnforschung ums Eigentliche des Menschseins geht, ist ein Austausch von Einzelansichten kein Luxus, sondern wissenschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit. Da die vielfältigen Ansichten des Gehirns im Grund immer auch die grundlegende Arbeitsweise eben dieses Denk-und Gefühlsorgans offen­ baren, sind wir zur Überzeugung gelangt, daß sich wirkliche Erkenntnis­ se und die Faszination des Gegenstandes auch umgangssprachlich prä­ zise und lustvoll vermitteln lassen.

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Martin Bucers Beziehungen zu den Niederlanden

Von den grossen Reformatoren hat sich, ausser Calvin, nament­ lich Martin Bucer für die Niederlande interessiert und hier, wenn auch meistens auf indirekten Wege, einen gewissen Einfluss auf die Reformation ausgeübt. Der Umstand, dass seine Briefe zum Teil überhaupt noch nicht und zum Teil an verschiedenen Orten herausgegeben sind - eine vollständige Ausgabe wird vorbereitet, dürfte aber noch geraume Zeit auf sich warten lassen - bedeutete eine erhebliche Schwierig­ keit für unsere Untersuchung.

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Seit hundert Jahren 61 Elektrophysiologie Als erste haben der spanische Hirnanatom Ramon y Cajal und sein italienischer Konkurrent Camillo Golgi die Zellarchitektur des Gehirns genau beschrieben. Sie bekamen dafür 1906 den Nobelpreis. Das Bild zeigt eine Zeichnung Ca jals aus dem Jahr 1888, die verschiedene Nervenzellen mit ihren Axon-Kabeln darstellt. Diese sind als lange, feine, glatte und vertikal verlaufende Fäden erkennbar. Die in allen Richtungen auslaufenden, mit Dornen besetzten Verzweigungen heißen Dendriten.

Der Aufstieg von der Einzelzelle zum Menschen ist auch eine Frage der Form: Das Agglomerat der Nerven- und der anderen Körperzellen muß geordnet zur großen Form finden. Das Zauberwort Morphogenese (Entstehung der Formen) faßt diesen Fragenkomplex zusammen, verbirgt aber, daß wir darüber nur sehr wenig wissen. Schon die Vielfalt der Formen und Funktionen der Nervenzellen versetzt uns in Erstaunen: Man kann Dutzende von Gestalten dieser winzigen neuronalen Schaltzentralen unterscheiden. Wie für die Gestalt von Tieren und Menschen, so sind auch bei den Nerven- und Gliazellen Skelettstrukturen für deren Formbeständigkeit verantwortlich.

Die halluzinogene Droge LSD konkurriert in rätselhafter Weise mit dem Botenstoff Serotonin vor allem im Raphe-Kern, der uns im Kapitel zur Depression schon beschäftigt hat und von dem aus starke Verbindungen zum Gefühlshirn bestehen. Die Hemmung des Serotonin-Redeflusses durch LSD erzeugt eine groteske Verzerrung sämtlicher Sinne, die der Schweizer LSD-Entdecker Albert Hof46 Biochemie mann in seinem ersten Selbstversuch am 19. April 1943 wie folgt beschreibt [13]: «Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel.

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