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By Davina Höblich

Wie gestalten sich Lehrer-Schüler-Beziehungen an Waldorfschulen? Dieses Buch rekonstruiert empirisch das Passungsverhältnis von Schülerbiografie und Schulkultur als das Zusammenspiel von schulischen Erwartungsstrukturen und biografischen Verarbeitungen seitens der SchülerInnen und LehrerInnen. Dabei werden die Einflüsse von Schule auf die Geschlechtersozialisation nicht zuletzt unter dem Aspekt der Bereitstellung gleichwertiger Bildungschancen und Anerkennungsmöglichkeiten kritisch reflektiert und das Spektrum schulisch gebotener Entwicklungschancen und -hemmnisse sowie deren Verarbeitung für Mädchen und Jungen analysiert.

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Sowohl die älteren (vgl. Arbeitsgruppe Schulforschung 1980; Hurrelmann/Wolf 1986) als auch die neueren Studien (vgl. Nittel 1992; Idel 2004; Wiezorek 2005) betonen die Relevanz der Lehrperson für die Identitätsbildung. 2 Pädagogische Befunde zu Schule und schulischer Sozialisation 37 geschlechtsdifferenzierende Zuschreibungen. Daher sollten im Feld der Waldorfschule, aber auch an Regelschulen besonders die Position der KlassenlehrerInnen in Bezug auf die Vermittlung und Relevanz geschlechtsbezogener Deutungen und Beurteilungen in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung von Mädchen und Jungen genauer betrachtet werden.

1998, 2001; vgl. auch Friebertshäuser 2005). In Anlehnung an dieses Modell werden in der vorliegenden Arbeit sowohl die Ebene der schulischen Außenpräsentation und die Deutungen innerhalb der Lehrerschaft als auch die Deutungen einer konkreten Lehrperson mit den biografischen Selbstentwürfen der Jugendlichen in Bezug gesetzt. Die vorliegenden Studien (vgl. v. a. Zinnecker 1972 Horstkemper 1987, Arbeitsgruppe Schulforschung 1980; Hurrelmann/Wolf 1986) verdeutlichen die Notwendigkeit, die subjektiven Verarbeitungsprozesse der Schulwirklichkeit und der in ihr stattfindenden Interaktionsprozesse in ihrem Verlauf zu untersuchen.

Kapitel 2. 40 1 Forschungsstand: Befunde zu Biografie, Schule und Geschlecht Daher werden zumindest auf drei Ebenen die pädagogischen Deutungsmuster unabhängig von ihrer biografischen Verarbeitung auf Seiten der Schülerinnen und Schüler rekonstruiert. In die Analyse gehen: ƒ ƒ ƒ die pädagogischen Orientierungen der Klassenlehrerin, die Deutungshorizonte innerhalb der Lehrerschaft, wie sie sich in einer Gruppendiskussion aktualisieren und schließlich die Rekonstruktion der schulischen Außenpräsentation einer zentralen Praxis innerhalb der Schulkultur ein.

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