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By Sebastian Braun (auth.), Sebastian Braun (eds.)

Steht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) als zivilgesellschaftlicher Akteur in Deutschland am Scheideweg? Einerseits hat er sich in den letzten Jahrzehnten mit seinem ausdifferenzierten Sportvereinswesen zu der größten Personenvereinigung mit dem höchsten Anteil bürgerschaftlich Engagierter entwickelt. Auf der anderen Seite droht nach Experteneinschätzungen das zivilgesellschaftliche Fundament des DOSB zu erodieren. Der Band analysiert vor dem Hintergrund aktueller engagementpolitischer Debatten Traditionen und Perspektiven einer originären „sportbezogenen Engagementpolitik“. Im Zentrum stehen dabei die Themenfelder „Integration“, „Alter(n)“, „Bildung“ und „bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen".

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Sportverbände und -vereine als Akteure der Integrationsarbeit Tina Nobis Fachwissenschaftliche und gesellschaftspolitische Debatten zum Thema „Integration und Migration“ wurden in den letzten Jahren rege und kontrovers geführt. Anlass dafür sind häufig demografische Entwicklungen, die – so die gängige Argumentation – eine Auseinandersetzung mit dem Integrationsthema geradezu bedingten. 6 Angesprochen sind damit auch zivilgesellschaftliche Akteure, die sich im Zuge der demografischen Entwicklungen mit neuen Funktionszuschreibungen konfrontiert sehen.

Zwar gelingt es dem vereins- und verbandsorganisierten Sport, so viele Personen mit Migrationshintergrund an sich zu binden wie keine andere freiwillige Vereinigung in Deutschland. Allerdings zeigen aktuelle empirische Analysen wie die sportbezogene Sonderauswertung des Freiwilligensurveys von 2009 auch, dass Personen mit Migrationshintergrund im Hinblick auf die Aktivität und das freiwillige Engagement im Handlungsfeld Sport und Bewegung nach wie vor unterrepräsentiert sind. Vor allem Personen mit einem Migrationshintergrund im engeren Sinn – das sind vielfach selbst zugewanderte und nichtdeutsche Migranten –, aber auch und insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund sind überdurchschnittlich selten im Feld Sport und Bewegung aktiv beteiligt und freiwillig engagiert (vgl.

DOSB, 2008b; DSB, 2004; von Richthofen, 2005a). Der Sport könne sogar „wie keine andere menschliche Betätigung Barrieren aller Art überwinden, Isolierung aufbrechen, Sprachlosigkeit in Kommunikation und Verständigung umwandeln“ (Bach, 2007a, S. 4). 51 (3) Drittens wird eine ganze Reihe an Kompetenzen und Fähigkeiten erwähnt, die über die Teilnahme am Sport erworben werden könnten. Hierzu zählen interkulturelle Kompetenzen, die sich auf den Abbau von kulturellen Vorurteilen, den Aufbau von gegenseitiger Offenheit und Anerkennung sowie die Entwicklung von Toleranz beziehen.

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