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By Rainer Greshoff

Die Vielzahl an theoretischen Konzeptionen in den Sozialwissenschaften in ihren Verhältnissen zueinander in adäquater Weise einschätzen zu können, bereitet nach wie vor große Schwierigkeiten. In dieser Arbeit wird ein Vergleichsansatz vorgestellt, der ein methodisch-distanziertes Vergleichen ermöglichen soll. Zur Erprobung dieses Ansatzes werden soziologische Grundlagenkonzepte von Max Weber und von Niklas Luhmann verglichen. Vor allem im Ausgang von den Konzepten "soziale Beziehungen / gegenseitiges soziales Handeln" (Weber) und "soziales approach / Kommunikation "Luhmann) werden die Begriffe beider relationiert. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, daß hinsichtlich Webers Konzeption Ergänzungs- und Erweiterungsbedarf besteht, während die von Luhmann vor allem in den Grundlagen zu korrigieren ist.

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Der Mensch ist flir ihn kein (Gesamt-) System, sondern besteht aus verschiedenen Systemen. Er ist ein "Kontaktpunkt verschiedener Systeme, mentaler, organischer, neurophysiologischer, genetischer Systeme ... deren Zwischen beziehungen sehr komplex sind ... " (Luhmann 1987: 50). Wenn Luhmann auf diese Weise verschiedene Systeme unterscheidet, heißt das nicht, daß er davon ausgeht, daß diese im Gegenstandsbereich völlig unabhängig voneinander existieren. ), was nicht heißt, daß sie an Bedeutung verlieren, da schließlich ein System ohne Umwelt keine einzige eigene Operation vollziehen könnte, also zum Beispiel Kommunikation ohne Bewußtsein, dieses ohne Gehirn, dieses ohne Neuronen reproduzierenden Organismus, dieser ohne gemäßigtes Klima etc.

In der Unterscheidungsorientierung sehe ich kein Problem l24 • Denn nicht nur lassen sich bei Weber Unterscheidungen ausmachen l25 - inkludierende wie exkludierende l26 • Unabhängig davon ist schlicht zu prüfen, ob bzw. in weIchem Ausmaße Weber Konzepte kennt, die jeweiligen (Teilen von) Unterscheidungen Luhmanns entsprechen, ähneln oder dergleichen. 127 (95) Nach diesen Überlegungen gehe ich nun dazu über, Weber und Luhmann wie skizziert zu vergleichen. Zunächst werde ich die dafür relevanten Begriffe beider darstellen und erörtern 128 • Ich beginne mit Luhmann.

57) Die skizzierte "Subjekt-Belastetheit" trifft aus Luhmanns Sicht auch Webers Soziologie. Zentraler Einwand ist, daß "der Begriff der Handlung ... ). Er hat keine notwendig soziale Referenz. Und wenn M. Weber von sozialem Handeln spricht, sieht er die Sozialität in der individuellen Intention, im "gemeinten" Sinn begründet" (Luhmann I 990a: 283). Die Handlungstheorie hat somit eine "Vorliebe flir bestimmte organisch/psychische Systemreferenzen" (Luhmann 1988: 330). Mit der Weberschen Begrifflichkeit läßt sich nach seiner Meinung Soziales nicht angemessen erfassen.

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