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By Olaf Kühne

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Macht- und Distinktionsvermittelten Verhältnis der Gesellschaft zu Landschaften. Landschaften werden dabei in erster Linie nicht als physisch gegeben betrachtet, sondern als sozial konstruiert und in den physischen Raum projiziert. Dabei wird die Frage behandelt, mit welchen Macht- und Distinktionsmechanismen Landschaft definiert wird. Hierbei werden ästhetische Bezüge ebenso hergestellt wie naturschutzfachliche und planerische. Die theoretische Grundlage der Arbeit liegt insbesondere in der Soziologie von Pierre Bourdieu.

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Durch das Agieren des ökonomischen Systems im physischen Raum transzendieren Einflüsse des politischen, des sozialgemeinschaftlichen und kulturelltreuhänderischen Systems. So modifiziert das politische System durch Ge- und Verbote und Anreizsysteme das ökonomische Agieren. B. für Gewerbe, Landwirtschaft, Naturschutz) zu, rechtliche Regelungen für den Immissionsschutz vermindern die Externalisierung von Umweltkosten für Unternehmen (und ökosystemische Schädigungen). B. der Ackerbestellung mithilfe eines pflugversehenen Traktors anstelle eines Pflanzstocks.

Beobachtungskonstruktivismus³. Diese beiden Ebenen finden sich in einem gegenseitigen Beeinflussungsverhältnis, indem materielle Gegebenheiten die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster beeinflussen und zugleich die Grundlage zur Gestaltung des physischen Raumes sind (vgl. auch Pott 2007). 4 Landschaft als Forschungsgegenstand von Geographie und Ästhetik Wie gezeigt wurde, wird Landschaft einerseits als reales räumliches Gebilde, als Objekt, andererseits als durch ein Subjekt konstruiertes abstraktes Phänomen begriffen.

Das integrierte Modell der Landschaftsästhetik, das die unter Punkt 1 bis 4 genannten Modelle zu integrieren trachtet. Die fortschreitende Verwissenschaftlichung der Beziehung von Mensch und Natur ± im Sinne einer ÄVerwissenschaftlichung der unwissenschaftlichen Welt³ (Beck/Bonß 1984: 382) ± habe dabei die Folge, dass einerseits das Bedürfnis einer ästhetischen Vermittlung von Natur in Form von Landschaft entstehe. Andererseits sei diese Verwissenschaftlichung auch Voraussetzung für die Vermittlung, da der Mensch erst, wenn er auch aus den undurchschauten Zwängen der Natur entlassen sei, sich ihr in ästhetischer Absicht nähern könne (vgl.

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