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By Hans Beck

Erinnerung und Gedachtnis stehen seit geraumer Zeit im Zentrum kulturwissenschaftlicher Debatten. Die kollektive Vergegenwartigung von Vergangenheit, ihre mediale Prasentation, sinnstiftende und handlungsleitende Funktion und ihre Verankerung in sozialen Praktiken und Diskursen, fur die sich die Bezeichnung Geschichtskultur eingeburgert hat, gehoren mittlerweile zum Themenkanon aller historischen Disziplinen. Die in diesem Band versammelten Studien fragen nach dem Zusammenhang von Feiern und Erinnern in der griechisch-romischen Welt und verfolgen ihn uber ein ganzes Jahrtausend hinweg: vom klassischen Griechenland bis in die Spatantike. An konkreten Beispielen wird gezeigt, daa Fest- und Erinnerungskultur in der Antike eng verbunden waren, weil viele Feste Vorstellungen uber eine dem Anspruch nach fur alle verpflichtende Vergangenheit transportierten, die im gemeinsamen Vollzug regelhafter Handlungsfolgen vergegenwartigt und verinnerlicht wurden. Die Geschichtsbilder, die im Fest vermittelt wurden, waren meist simpel, aber sie erreichten einen groaen Personenkreis und pragten sich diesem oft nachhaltig ein. Auf eine ausfuhrliche Einleitung, die den Band forschungsgeschichtlich situiert, folgen sechs Einzelstudien, je eine zu Festen im klassischen Griechenland und in den hellenistischen Burgerstaaten, zu Festen in der romischen Republik und zu Festkalendern der fruhen Kaiserzeit, zu den Jubilarfeiern romischer Kaiser und zur kosmischen' Bedeutung des Hippodroms in Konstantinopel.

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1t6llmvo<; lCJ/l1]vio1) KUt XaAa�ioll. ' im allgememen s. ; Schachter 1 981, 83-85 und Schachter 2000; Kühe 2006, 242-246. Schachtet 2000, 1 05-1 1 4. S. dazu auch den knappen Bencht von Paus. 9,10,4. Prokl. ehr. 25 Phot. 321 a-b Bekker: TU ös 4yo/llivU TIup8tvla xopoi<; nup8tvmv EveypU

Eines der prächtigsten thebaruschen Polisfeste waren die Daphnephorien, die alle acht Jahre, wahrscheinlich im Mai, gefeiert wurden. Bei diesem Frühlings­ fest wurde symbolisch der Lorbeer Apollons nach Theben gebracht und in einer Prozession durch Stadt und Umland getragen. In den Quellen lassen sich verschiedene Entwicklungsstadien der Zeremonie ablesen, denen jeweils die gleiche Intention zugrunde lag: Die Daphnephorien waren ein Fest, mit dem die Thebaner ihre Ansprüche auf die Oberhoheit über ihre weitläufige chora 52 artikulierten.

Paus. 1,32,3-4; IG II2 1 006; 1 058 (maßgeblrehe Beteiligung der Epheben) . In der Darauf spielten auch die Symbolik der Sonnen- und Mondkugeln SOWIe die 365 Stadt wurde Pan unterhalb der Akropolis allj ährlich mit Opfern und einem VIoletten Bandet am Olivenholzstamm an. I n dieser Brldsprache war alles auf Fackellauf geehrt: Kontinuität und dauerhafte Ordnung angelegt. ; Gehrke 2003. Hdt. 6,105,3; Paus. 1 ,28,4; s. ; 76 Epheble - Ruual - Gesduchte Hans Beck verknüpft wurde. ,Geschichte' und Totenkult gingen hier erneut Hand in 73 Hand.

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