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By Corinna Voigt-Kehlenbeck

Die Begleitung und Förderung von Kindern und Jugendlichen und die Flankierung ihrer Lebenswege sind große Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte. Gerade in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zeigt sich, wie wichtig es ist Bildungs- und Beratungsangebote zielgruppengenau und genderreflexiv zu begründen.
Aktuell werden neue Konzepte diskutiert, wie die einer diversitätsbewussten Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Gender gilt darin als integraler Bestandteil, nicht mehr als „Querschnittsaufgabe“. Doch used to be heißt dies genau? was once bedeutet es, genderreflexive Perspektiven in der Praxis zu berücksichtigen? In diesem Lehrbuch wird mit Hilfe einer berufsgeschichtlichen Rekonstruktion nachgezeichnet, warum nicht nur Frauen aus der ersten und zweiten Frauenbewegung sondern auch Konzepte von Männern für die Qualifikation der sozialpädagogischen Dimensionen im Genderdiskurs der Sozialen Arbeit von Bedeutung sind. Genderreflexivität wird als ein komplexes Nachdenken begriffen, als Herausforderung für männliche und weibliche Fachkräfte. Gefordert ist sowohl die Reflexion der eigenen Haltung als auch die des Umgangs mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht und die normreproduzierender Implikationen in occupation und Disziplin.

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Dieses Postulat bringt zugleich zum Ausdruck, dass die Sozialarbeit damit Normen, die den modernen Menschen und seine Normalität bedingen, mit prägt. Dies ist für die genderreflexive Perspektive nicht unbedeutsam. Wenn es nämlich heißt, die Sozialpädagogik begleitet bzw. flankiert potenziell alle Menschen, die zur Bewältigung von Krisen und Veränderungsprozessen auf diese zugreifen, dann ist ihr Angebot nicht nur gerichtet auf Problemlagen bzw. spezifische Bildungsaspekte in Lebensphasen des Übergangs, wie Jugendphase u.

Fachkräfte, die keine Möglichkeiten haben, sich von ihrem eigenen Handeln in diesen komplexen Verhältnissen reflektierend zu distanzieren, droht Gefahr aus zwei Perspektiven: Entweder verliert sich die Fachkraft im Alltag und läuft damit Gefahr, in der Logik der Klientel mitzuschwimmen. Oder aber sie versucht, sich diesen Tendenzen zu entziehen, was die Gefahr birgt, sich durch Rigidität in einer Institutionenlogik zu bewegen, die wiederum den Subjekten nicht gerecht werden kann. Unausweichlich ist nicht nur die Bereitschaft der Individuen, sondern auch der Anspruch von Institutionen, diese Reflexivität als Fachlichkeit durch Supervision oder andere Distanzierungsmöglichkeiten (wie kollegiale Beratung, Intervision u.

Spezifische Bildungsaspekte in Lebensphasen des Übergangs, wie Jugendphase u. , gerichtet (vgl. Böhnisch, 1999), sondern allgemein beteiligt an der Gestaltung des modernen Lebens. Die Komplexität der Lebensweisen hat dazu geführt, dass auch z. B. die Beratung der Mittelschicht unausweichlich und normal geworden ist (z. B. ). Sie ist für die Gestaltung des Sozialen, der zentralen Aufgabe der Sozialarbeit, unabdingbar, weil die Bruchstellen des Lebens vielfältig geworden sind. Bereits zum Ende des Jahrtausends wurde die Frage, wie flankiert und fördert man Lebenswege, die geprägt sind von der Ausdifferenzierung der Lebenslagen, zur fachlichen Provokation.

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