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By Gabriele Cappai Dr. phil. (auth.), Gabriele Cappai (eds.)

Die im vorliegenden Band enthaltenen Beiträge stellen Probleme zur Diskussion, mit denen Forschung unter Bedingungen kultureller Fremdheit konfrontiert ist. Die thematische Reichweite umfasst hier Strategien zur Erschließung des Forschungsfeldes, Techniken der Rekonstruktion und der Verallgemeinerung und die Rolle von Kulturmustern bei der Dateninterpretation.
In Auseinandersetzung mit ihrem spezifischen Thema entwickeln die Autoren in unterschiedlicher Weise eine kritische Sicht über die Angemessenheit von Verfahren wie dem biographischen Interview, dem Gruppendiskussionsverfahren, der teilnehmenden Beobachtung oder dem partizipativen Forschungsansatz als Instrumente der Erforschung fremdkultureller Phänomene und Lagen.

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An exercise in empathy" (1970). ^ Sein Jagdeifer verschafft ihm Freunde und mehr noch seine Tatigkeit als Arzt. Die Patienten, auch viele Frauen, kommen oft von weither, um sich von ihm behandeln zu lassen. Er kann sich in Hausa mit den Einheimischen unterhalten. Aufgrund seiner dichten Teilnahme besitzt Overweg daher alle Voraussetzungen, tiber seine naturwissenschaftlichen Beobachtungen hinaus „mit den Sitten und Gebrauchen" bekannt zu werden und einen wichtigen ethnographischen Beitrag zu leisten, vor allem dort wo Barth, der Ethnograph der Expedition, nicht dabei ist.

Barth beschreibt zu Beginn der Reise ausfiihrlich die Qualitat der Zelte (Barth 1857,1: 92). '^ So schreibt er im Dezember 1853 - er halt sich jetzt seit vier Jahren in Afrika auf- an seine Angehorigen in Hamburg: „Ich habe wieder zwei Tage drauBen verlebt, und zwar dies Mai in meinem eigenen kleinen, abgeschlossenen Zelte, wo ich von baldiger Abreise, von der Heimkehr und frohem Wiedersehen getraumt" (Gumprecht 1854: 395). ^° Zum Unterschied von Tross, Reisegruppe, Karawane und Expedition siehe Spittler (1996).

Barth schreibt taglich im Durchschnitt 33 Tagebuchseiten (Schiffers 1967c: 512). Mit der Eintragung ins Tagebuch ist der Schreibprozess noch nicht abgeschlossen. Bei langeren Aufenthalten arbeitet Barth das Tagebuch zu systematischen Texten aus. Unterwegs geschieht das im Zelt, in Stadten in den Hausern, in denen er einquartiert wird. Auch dort pflegt er eine Mischung von Offenheit und Abgrenzung. In Agadez genieBt er die Kontakte, die ihm sein Tuaregbegleiter verschafft. Die Agadezer „Fraulein" dagegen werden ihm zu aufdringlich.

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