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By Karin Böllert, Silke Karsunky

Genderkompetenz ist auch in der Sozialen Arbeit ein zentrales Professionalitätsmerkmal, was once vor allem im Kontext der Institutionalisierung der Gender Mainstreaming-Strategie offensichtlich geworden ist. Genderkompetenz sensibilisiert für Geschlechterverhältnisse und ihre Wirkungen im Alltag. Gerade in der Sozialen Arbeit wird dadurch erkennbar, wie geschlechterstrukturelle Bedingungen Lebenschancen und -entwürfe bestimmen. Der Erwerb von Genderkompetenz findet auf der wissenschaftlichen, der individuellen und biographischen Ebene sowie auf der Handlungsebene statt. Ziel der Vermittlung von Genderkompetenz in der Sozialen Arbeit ist dabei die Qualifizierung für den professionellen geschlechtsbewussten Umgang mit Adressaten, Adressatinnen und Institutionen. In dem Band werden einerseits die Grundlagen der Thematik vermittelt und andererseits praxisbezogene Detailaspekte analysiert.

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2. 1 Sex und Gender In der Genderforschung wird zwischen „Gender“ und „Sex“ unterschieden. Gender umschreibt das soziale und kulturelle Geschlecht, also die Zuschreibungen, die vor dem Hintergrund der jeweiligen sozialen und kulturellen Gegebenheiten durch die Individuen konstruiert werden. Mit „Sex“ ist das biologische Geschlecht gemeint, also das Vorhandenensein von eindeutigen primären Geschlechtsmerkmalen. Diese Differenzierung soll verdeutlichen, dass die sozialen Zuschreibungen von Geschlecht durch die Individuen und die Gesellschaft veränderbar sind, die körperlichen jedoch nicht.

Mit der Forderung nach Gendertrainings zum Erwerb von Genderkompetenz zur Umsetzung des Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe (vgl. ) ist dies eine professionelle Qualifikation geworden, die allmählich Eingang in die (sozial-) pädagogischen Studiengänge hält (vgl. Ehlert/Hasenjürgen 2005). Was aber unter Genderkompetenz verstanden wird, wurde lange Zeit nicht definiert. Diese Lücke wurde für die sozialpädagogischen Felder im Rahmen eines Dissertationsprojektes in einem ersten Entwurf geschlossen (vgl.

Durchlaufen und dies mit einer Prüfung abschließen. Wer die Prüfung besteht, bekommt einen Mitgliedsausweis. Fast 100 Jugendliche verfügen über diesen Ausweis und die reflektierten Umgangsformen haben das Klima deutlich verbessert (vgl. 2007]). 6. Paradoxien - aktuelle Herausforderungen und Konsequenzen Auch wenn die Offenheit der PädagogInnen hinsichtlich der Geschlechterbilder unter dem Aspekt dekonstruktivistischer Pädagogik gefordert ist, kommt die Geschlechterpädagogik nicht ohne Elemente der Dramatisierung von Geschlecht aus.

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