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By Wolfgang Ludwig Schneider

Theorien, so die Voraussetzung, von der sich diese Darstellung leiten lässt, sind nicht einfach als eine Menge von Begriffen und Aussagen über die Welt zu begreifen. Sie müssen vielmehr verstanden und dargestellt werden als Antwortversuche auf bestimmte Bezugsprobleme. Die Einführung legt deshalb besonderes Gewicht darauf, den Problemkontext der verschiedenen theoretischen Beiträge genau zu rekonstruieren, die zentralen Begriffe jeder Theorie aus diesem Problemkontext abzuleiten und die Problemverschiebungen klar zu markieren, die sich beim Übergang von einem zum anderen Ansatz ergeben. Ziel des Autors ist es, auf diese Weise nicht nur die verschiedenen Theorien vorzustellen, sondern auch einen Einblick in die jeweilige Methodik der Theoriekonstruktion zu geben.

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Und die Anerkennung ihrer kausalen Bedeutung wiirde natiirlich die Aufgaben der Soziologie (und der Wissenschaften vom Handeln iiberhaupt): die sinnhaft orientierten Handlungen deutend zu verstehen, nicht im mindesten andern. ) darin finden" (Weber 1980, 3). 38 1. U. mehr oder weniger unbemerkt bleibende, aber in ihren Konsequenzen oft sehr bedeutsame Nebenfolgen des Handelns. Anders, als die Hervorhebung des subjektiven Sinnes als zentraler Grundbegriff vermuten lassen mag, ist die verstehende Soziologie deshalb problemlos in der Lage, gesellschaftliche Entwicklungen und Strukturen zu analysieren, die aus der Kumulation nicht-intendierter Handlungseffekte resultieren und die zuriickwirken auf die Orientierungen und Moglichkeiten der Handelnden.

Solange er in deren Anwendung nicht besonders geiibt ist, mufi er jeden einzelnen Rechenschritt mit einem hohen Mafi an bewufiter Kontrolle ausfiihren, um keine Fehler zu machen. 9 DER SUBJEKTIVE SINN UND DIE ART SEINER VERANKERUNG IM BEWUfSTSEIN 4/ Richtigkeit des Ergebnisses. Durch haufiges Rechnen werden Abkurzungen des Verfahrens moglich. Manche Schritte brauchen nicht mehr voUstandig ausgefiihrt zu werden. Die fiir die Deutung des abkiirzenden Rechenhandelns herangezogene objektiv richtigkeitsrationale Konstruktion des Rechenweges hat bereits hier idealtypischen Charakter, ohne vollstandige innere Entsprechung im Bewufitsein des Handelnden.

Die Rede von der "Unbewufitheit seines 'gemeinten Sinns'" konnte die Vermutung stimulieren, Weber mache hier vielleicht eine Anleihe bei der Psychologie oder genauer, der Psychoanalyse, die ja bekanntlich mit der Annahme unbewufiter Handlungsmotive operiert. h. zunachst: nicht eingestandene Motive) oft genug gerade dem Handelnden selbst den wirklichen Zusammenhang der Ausrichtung seines Handelns derart, daft auch subjektiv aufrichtige Selbstzeugnisse nur relativen Wert haben. In diesem Fall steht die Soziologie vor der Aufgabe, diesen Zusammenhang zu ermitteln und deutend festzustellen, ohwohl er nicht, oder meist: nicht voll, als in concreto 'gemeint' ins Bewufitsein gehoben wurde: ein Grenzfall der Sinndeutung" (Weber 1980, 4).

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