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By Dr. Roland Eckert, Christa Reis, Thomas A. Wetzstein (auth.)

Inhalt
Das Buch beschreibt die Gruppenkulturen von Jugendlichen in denspäten neunziger Jahren und fragt nach den Bedingungen für den Anstieg vonGewalt. Gruppenkulturen, die sich unter Jugendlichen im Dschungeldeutscher Großstädte ausbilden, erscheinen manchem Beobachter fremder alsferne Volksstämme. Sie erschüttern kulturelle Gewißheiten, rechtliche Regelnund politischen Konsens. Besorgnis erregt gegenwärtig der Anstieg des Drogenkonsums undder Gewaltbereitschaft (untereinander und gegen ¶Fremde¶) inmanchen Jugendkulturen. was once bedeuten diese Cliquen für die Jugendlichen, welchebiographischen Probleme werden in ihnen bearbeitet, und welche Alternativengibt es zur Gewalt? Zwanzig ethnographische photographs lassen erkennen, wieunterschiedlich diese Fragen beantwortet werden müssen. Aus dem Inhalt: I. Das Forschungsprogramm 1. Einleitung 2. Theoretische Bezugspunkte und Konzeption der Untersuchung 2.1 Die doppelte Referenz von Identität 2.2 Gruppe, Identität und Abgrenzung 2.3 Konzeption der Untersuchung three. Methodologische Orientierung, Feldzugang undForschungsmethoden 3.1 Lebenswelt und subjektive Wirklichkeit 3.2 Das Untersuchungsfeld 3.3 Forschungsmethoden 3.4 Auswertung als Prozeß II. Empirische Ergebnisse four. Bezugsszenen 4.1 Ältere Szenen (Hooligans, Punks, Skinheads, Autonome) 4.2 Neuere Szenen 4.3 Grundzüge der globalen Kultur five. Rekonstruktion von Gruppenwirklichkeiten an ausgewähltenFallbeispielen 5.1 Gruppenbildung über ethnische Merkmale 5.2 Gruppenbildung über gemeinsame Biographie undViertelzugehörigkeit 5.3 Gruppenbildung über Stil und Weltanschauung III. Folgerungen 6. Abgrenzung, Biographie und Gruppenprozeß 6.1 Kristallisationspunkte von Selbstkategorisierung undGruppenbildung 6.2 Formen von Abgrenzung gegenüber ¶Anderen¶ 6.3 Gruppenbildung und Abgrenzung im gesellschaftlichen Raum 6.4 Die Verselbständigung der Gruppenwirklichkeit 6.5 Kontexte der Gewalt 7. Kompensation oder Kompetenz: Gründe für die Verallgemeinerungvon Zugehörigkeit Pressestimmen: ¶Das f

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Sie rekrutierte ihre Mitglieder aus den Arbeiter- und Einwandererbezirken, Gegenden, in denen vorwiegend iirmere Bevalkerungsschichten wohnen. Fur die Mitglieder dieser Szene war es eine bewuBte Entscheidung, "Prolls" zu sein. Sie waren stolz auf ihre Wurzeln in der Arbeiterkultur. Ais Vorliiufer dieser Bewegung kannen die 6 7 Die Autonomen standen dem Realsozialismus ablehnend gegentiber. Dennoch hat der Zusammenbruch im Osten viele Fragen aufgeworfen und Unsicherheiten produziert: "Hatte der scheinbare Sieg des Kapitalismus endlich die falsche Alternative weggefegt und Platz fUr wirkliche Emanzipation in Richtung herrschaftsfreier Verhaltnisse geschaffen?

Autonome, Antifa, Tierrechtler) und die Skins.! Grundlage fUr die Darstellung dieser Szenen sind bisher vorhandene Publikationen und Studien. Neuere Jugendszenen 2, besonders Techno und HipHop (vgl. Kap. 3 Die Szenen werden anhand eigener Interviews mit Jugendlichen, Szeneinsidem und -experten sowie Darstellungen in Magazinen, Liedtexten, Bildem, Btichem oder sonstigen Materialien dargestellt. Die Beschreibung beansprucht nicht, die Wirklichkeit der Szene insgesamt abzubilden. Sie gibt vielmehr den dominanten Diskurs in der Szene wieder.

Die von uns untersuchte Punk-Clique kann diesem Szeneteil zugeordnet werden. 3. B. ) ist eine radikale linke Polit-Szene ubrig geblieben, in der vor allem Autonome, Antifa-Gruppen, Tierrechtler, militante Feministinnen etc. aktiv sind. Sie rekrutiert sich "hauptsachlich aus freiwillig oder unfreiwillig Marginalisierten, in prekaren Arbeitsverhaltnissen oder in der Ausbildung befindlichen Menschen und Sozialgeldempfangern. (... ) Hinzu kommen anpolitisierte Jugendliche aus der Schule und "no-future-kids" wie die Punks" (Schultze & Gross 1997, S.

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