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By Karin Bergmann

Müssen industriell gefertigte Lebensmittel zu Gunsten einer zeitgemäßen und gesunden Ernährung vom Speisezettel gestrichen werden? Die Produkte der Ernährungsindustrie stehen häufig im Zentrum der öffentlichen Kontroverse. Die Autorin forscht nach den Ursachen, analysisert sowohl gängige als auch überraschende Argumente der Gegner und Befürworter industriell gefertigter Lebensmittel. Im Zentrum ihrer Bewertung steht der Wunsch nach einer Ernährungsweise, die mit Gesundheit wie auch Gaumen-und Lebensfreude vereinbar ist und dabei die praktischen Hürden von alltäglicher Lebensmittelauswahl und Ernährungskommunikation nicht außer Acht läßt. Der hier vorliegende Band ist die zweite Veröffentlichung im Rahmen einer neuen wissenschaftlichen Schriftenreihe der Dr. Rainer Wild-Stiftung. 1991 auf Initiative von Professor Dr. Rainer Wild gegründet, verfolgt die Stiftung eine aktive Stiftungsarbeit zur Förderung einer ausgewogenen und gesunden Ernährung der Menschen in der industriellen Gesellschaft.

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Industriell Lebensmittel: Hoher Wert und schlechtes Image?

Müssen industriell gefertigte Lebensmittel zu Gunsten einer zeitgemäßen und gesunden Ernährung vom Speisezettel gestrichen werden? Die Produkte der Ernährungsindustrie stehen häufig im Zentrum der öffentlichen Kontroverse. Die Autorin forscht nach den Ursachen, analysisert sowohl gängige als auch überraschende Argumente der Gegner und Befürworter industriell gefertigter Lebensmittel.

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Bei der Einfuhr von Agrarprodukten dominierten von Beginn an die Importe aus den EG- Landern. Wahrend die Importe aus Drittlandern sich von 1970-1989 verdoppelten, verdreifachten sich die Importe aus den Mitgliedslandern der EG. Durch die Offnung der innergemeinschaftlichen Markte im Rahmen der Bildung der Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft verneunfachte sich im Zeitraum von 1970-1989 das Angebot deutscher Produkte auf den Markten der Mitgliedslander (Buchholz 1993). Allgemein ist festzustellen, daB die Situation der Ernahrungswirtschaft heute von der Ausweitung von Unternehmenstatigkeit auf auslandische Markte, durch zunehmende Exporttatigkeit sowie zahlreiche Akquisitionen und Kooperationen gekennzeichnet ist (Wendt 1993).

Denn nicht nur die Moglichkeiten der Informationsiibertragung und Bergmann 36 Kapitel3 -nutzung verbessern sich stan dig, sondern auch das zur Verfugung stehende Wissen verdoppelt sich in immer kurzeren Zeitabstanden. Schatzungen gehen davon aus, daB sich das naturwissenschaftliche Wissen aIle 13 Jahre verdoppelt (Brauer 1993), die Sum me des gesamten verfugbaren Wissens sogar aIle funf Jahre (GfK 1995). Von dies em Wissenszuwachs konnen wir immer weniger selbst erfahren. ); hochstens einige wenige Prozent beruhen auf personlichem Erleben" (Brauer 1993).

Aus dem Preis des einzelnen Lebensmittels ziehen Verbraucher jedoch unterschiedliche SchlUsse uber die Lebensmittelqualitat. Das vergleichsweise billige konventionelle Lebensmittelangebot begunstigt die Vorstellung von Verbrauchern, analog zu den Preisen sei auch die gesundheitliche Qualitat der Lebensmittel gesunken. DaB Billiges gleichzeitig auch gut sein kann, wird von Teilen der Verbraucherschaft unter gesundheitlichen Gesichtspunkten angezweifelt. Der RuckschluB yom Preis auf die gesundheitliche Qualitat der Produkte verliert jedoch unter den Bedingungen des gesattigten Lebensmittelmarktes zunehmend seine Berechtigung.

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