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By Wolfgang Nieke

Wolfgang Nieke nimmt in der dritten Auflage des Bandes die aktuelle Diskussion über Kulturalismus, Rassismus und Fundamentalismus auf. Er untersucht die Bemühungen um interkulturelle Erziehung und die Bildungsantworten auf die Herausforderungen einer multikulturell gewordenen Gesellschaft, die in Deutschland von vielen noch nicht akzeptiert wird.
Besonders problematisch sind kulturbedingte Wertkonflikte im Alltag, auf deren Bewältigung in Erziehung und Bildung vorbereitet werden muss. Der Autor bietet einen Überblick über mögliche Wege und erläutert sie beispielhaft für die scenario der Schule.

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Insgesamt geht es hier urn ein Erfahren und Kennenlernen fremder Kultur in einer weitgehend harmonischen Atmosphare. Die andere typologisch unterscheidbare Form ist dagegen eher konfliktorientiert. Sie laBt sich zwar auch als Fortsetzung des begegnungspadagogischen Ansatzes verstehen, muB aber in ihren pragnantesten Formen von diesem eher abgesetzt werden. " (1987, S. 103) Auf ein Schema gebracht, differenziert Hohmann die Ansatze etwa folgendermaBen: Interkulturelle Erziehung als: 1. 3 Piidagogik der Begegnung Zurkenntnisnahme der zugewanderten Kulturen, gegenseitige Information Reprasentation der fremden Kulturen im 5ffentlichen Leben fur die Majoritat gegenseitige kulturelle Bereicherung 2.

Die Konzeptualisierungen Interkultureller Erziehung greifen also, wenn jener Einteilung gefolgt wird, diese Reaktionsformen auf und binden sie in die jeweils vorgeschlagene piidagogische Antwort auf die neue Herausforderung ein. Dabei konnen die Akzente jeweils unterschiedlich gesetzt und hiiufig auch Momente beider Grundformen miteinander verbunden werden. 3 Kritik an der Interkulturellen Erziehung: Kulturalismus versus sozio-okonomischer Reduktionismus Die Oberlegungen und Konzeptionen zu einer Interkulturellen Erziehung sehen sich gegenwiirtig dem Verdacht und Vorwurf ausgesetzt, die Problematik der zugewanderten Minoritiiten in falscher Weise allein oder liberwiegend auf die Differenz ihrer Kultur zur Kultur der Majoritat zuruckzufUhren.

Einer solchen Kritik kann freilich entgegengehalten werden, daB ein zu ausschlieBlicher Blick auf die sozio-okonomische Lage, die Klassenlage, die Sicht darauf versperren kann, daB diese Lage nicht die Totalitat der Lebenslage, der Lebenswelt erklaren kann. Ein solcher Blick entgeht nicht der Gefahr eines sozio-okonomischen Reduktionismus. - In dieser Antinomie spiegelt sich der real- und geistesgeschichtlich folgenreiche Gegensatz der Weltdeutungen von Marx und Engels auf der einen Seite und Max Weber auf der anderen: jene behaupten, durch die dialektische Verknlipfungsfigur nur teilweise relativiert, eine Determination aller nichtmaterieller Auspragungen menschlicher Geschichte durch die Strukturen der okonomischen Sphare; dieser erklart umgekehrt - am Beispiel der protestantischen Ethik in ihrer Bedeutung fUr die Herausbildung der kapitalistischen Wirtschaftsform einen Prim at der mentalen Welt gegenliber der material strukturierten.

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