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By Arnd-Michael Nohl

Die dokumentarische Methode ist eine Methodologie der qualitativen Sozialforschung, die sich in der Forschungspraxis bewährt hat. In dieser Neuauflage wird umfassend theoretisch begründet und forschungspraktisch gezeigt, wie mit dieser Methode Interviews ausgewertet werden. Dabei wird dem narrativen Charakter von Interviews, seien diese leitfadengestützt oder biographisch angelegt, besonders Rechnung getragen. Neben der formulierenden und reflektierenden Interpretation der Interviews geht es um deren Vergleich und um die sinn- wie soziogenetische Typenbildung. Das Buch zeigt methodologische Hintergründe der dokumentarischen Interpretation narrativ fundierter Interviews auf, ist mit seinen ausführlichen Forschungsbeispielen vor allem aber eine Anleitung für die Forschungspraxis.

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Mannheim 1985), denen zunächst nur das an dem Interview auffällt, was ihren eigenen Normalitätserwartungen entspricht oder widerspricht. Es droht eine „Nostrizifierung“ (Matthes 1992), ein unvermitteltes Hineinnehmen des fremden Falles in die eigenen Selbstverständlichkeiten – selbst dann, wenn an dem Fall nur auffällt, dass er den eigenen Selbstverständlichkeiten widerspricht (s. 1).  h. 4).  h. in welchen (unterschiedlichen) Orientierungsrahmen sie das Thema bearbeiten. Das gemeinsame Dritte, das den Vergleich hier strukturiert, das Tertium Comparationis also, ist hier das Thema der ersten Äußerung.

Anselm Strauss (1987) folgend, schlagen Meuser und Nagel vor, die in der Interpretation gebildeten Kategorien weiterhin recht nahe an den Daten anzusiedeln.  88) ab und drohen, aus dem Fahrwasser der Grounded Theory – zumindest in der Version von Glaser und Strauss (1969) – zu geraten.  88). , S. ). Meuser und Nagel sehen hier zwar die Gefahr, dass empirische Daten lediglich unter die theoretischen Kategorien ‚subsumiert‘, ihnen also untergeordnet werden. Wenn sie dieser Gefahr der Subsumtion zu entgehen versuchen, werden jedoch die eigentlichen methodologischen Probleme dieser Form „theoretischer Generalisierung“ deutlich.

296). Da es in der qualitativen Bildungs- und Sozialforschung nicht um jenen kommunikativen, von allen ohnehin geteilten und gewussten Teil des Wissens geht, sondern um das unbekannte konjunktive Wissen, stützt sich die Interpretation semantischer Gehalte dann vor allem – jedoch nicht ausschließlich – auf das konjunktive Wissen, wie es in Erzählungen und Beschreibungen, soweit sie im Vordergrund der Schilderung liegen, artikuliert wird. Dies sollte jedoch nicht zu der Annahme führen, theoretische Textsorten seien für die Auswertung wertlos.

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