Download Jungen — Sorgenkinder oder Sieger?: Ergebnisse einer by Barbara Koch-Priewe PDF

By Barbara Koch-Priewe

Jungen, das schwache Geschlecht? Für Pädagoginnen und Pädagogen, die in der Jungenarbeit tätig sind, besteht daran schon seit einiger Zeit kein Zweifel mehr. Seitdem Jungen aufgrund ihres Abschneidens bei Schulleistungsvergleichsstudien und der hohen Schulabbrecherquoten als Problemgruppe eingeschätzt werden, sind sie nicht nur Thema in der Bildungs- und Schulpolitik, sondern darüber hinaus auch in der (medialen) Öffentlichkeit. In der Forschung zeigt sich, dass bislang vornehmlich Studien über Jugendliche vorliegen, in denen häufig nicht nach Geschlecht differenziert wird oder aber der Fokus auf Mädchen liegt. Jungen wurden in der Regel nicht als eigenständiger Forschungsgegenstand thematisiert. Dementsprechend ist das Wissen über Jungen noch ausgesprochen lückenhaft. Die Dortmunder Jungenstudie mit Ergebnissen einer Befragung von 1635 Jungen im modify von 14 bis sixteen Jahren versucht einige dieser Lücken zu schließen. Hierzu werden – neben einem Überblick zu Jungen in Theorie und Forschung – unter anderem Themen wie 'Freizeitverhalten', 'Männer- und Frauenbilder', 'Gewalt', 'Migration' und 'Lebensentwürfe' erörtert.

Show description

Read or Download Jungen — Sorgenkinder oder Sieger?: Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen PDF

Similar german_11 books

Die deutsch-polnischen Beziehungen 1949–2000: Eine Werte- und Interessengemeinschaft?

Der Band untersucht die deutsch-polnischen Beziehungen seit 1949. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Ländern gilt in Politik und Wissenschaft als Modell für die Beziehungen zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarn. Die Beiträge ordnen die Substanz dieser Gemeinschaft integrationstheoretisch ein und analysieren sie empirisch.

Industriell Lebensmittel: Hoher Wert und schlechtes Image?

Müssen industriell gefertigte Lebensmittel zu Gunsten einer zeitgemäßen und gesunden Ernährung vom Speisezettel gestrichen werden? Die Produkte der Ernährungsindustrie stehen häufig im Zentrum der öffentlichen Kontroverse. Die Autorin forscht nach den Ursachen, analysisert sowohl gängige als auch überraschende Argumente der Gegner und Befürworter industriell gefertigter Lebensmittel.

Extra info for Jungen — Sorgenkinder oder Sieger?: Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen

Sample text

Häufiger als eingebürgerte türkische Jugendliche. Dies bedeutet, dass die Gewalt legitimierenden Einstellungen nicht aus dem Heimatland der Eltern quasi ‘mitgebracht’, sondern während der Sozialisation in Deutschland erworben wurden. Im Übrigen gibt es durchaus auch Jugendliche ohne Migrationshintergrund, die eine Kultur der Ehre befürworten. Wenn neben der Schichtzugehörigkeit auch die Zustimmung zu Werten wie der ‘Kultur der Ehre’ kontrolliert wird, zeigt sich, dass dann in der Gruppe der Jugendlichen, die eine ‘Kultur der Ehre’ befürworten, die Quote der Deutschen, die Eigentumsdelikte begehen, höher ist als die der nicht eingebürgerten türkischen Jugendlichen (vgl.

Mit Faktorenanalysen lässt sich untersuchen, ob jeweils mehrere Variablen zu – voneinander unabhängigen – Faktoren zusammengefasst werden können. h. auch untereinander) möglichst hoch korrelieren, mit den Variablen anderer Faktoren sollte die Korrelation möglichst niedrig sein. Ziel einer Faktorenanalyse ist es, den hohen Grad an Komplexität, der durch eine Vielzahl von Variablen abgebildet wird, handhabbarer und oft auch erst interpretierbar zu machen, indem die Variablen auf möglichst wenige Faktoren, die letztlich hinter den beobachteten Variablen stehen, reduziert werden.

1 Freizeitbeschäftigungen Im Themenkomplex ‘Freizeit’ wurden die Jungen zunächst danach gefragt, was sie in ihrer Freizeit am liebsten machen. Die Ergebnisse bestätigen bekannte Muster hinsichtlich der Freizeitbeschäftigung (vgl. Shell Deutschland Holding 2006: 78): Musik hören, Fernsehen, Computerspiele, ‘mit Freunden rumhängen’, Internetsurfen und Sport spielen im Alltag von Jungen eine dominante Rolle. Am Wochenende hingegen zeigt sich eine deutliche Verlagerung der Freizeitbeschäftigungen hin zu (eher) außerhäusigen Aktivitäten wie ins Kino gehen, Tanzen gehen oder Konzerte besuchen.

Download PDF sample

Rated 4.95 of 5 – based on 31 votes