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By Thomas Koch

Das vorliegende Buch hinterfragt, welchen Einfluss Gewohnheiten auf die Zuwendung zum Fernsehen und die Auswahl bestimmter TV-Sendungen haben. Es bietet zunächst einen theoretischen Überblick über die psychologische Literatur zu Gewohnheiten und setzt sich mit dem Forschungsstand zur habituellen Mediennutzung auseinander. Nachfolgend untersuchen zwei Studien den Einfluss der Habitualisierung auf die Fernsehnutzung. Die erste examine nimmt mittels qualitativer Leitfadeninterviews Bedingungen und Konsequenzen der habituellen Zuwendung zum Fernsehen in Augenschein. Eine standardisierte Befragung prüft im Anschluss das Ausmaß der gewohnheitsmäßigen Nutzung des Fernsehens sowie einzelner TV-Sendungen und analysiert die Nutzungsgewohnheiten im Kontext weiterer Einflussvariablen.

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Dieses Kapitel stellt die häufig auftretenden Termini vor und grenzt sie von Gewohnheiten ab. Unter vergangenem Verhalten versteht man den „Gesamtkorpus des Verhaltens […], das vor der aktuellen Situation gezeigt wurde“ (Klöckner, 2005a, S. 5). Es ist gleichgültig, welche Mechanismen dessen Ausführung initiierten, es könnte intentional, habituell oder von Normen gesteuert sein. Auch ist einerlei, ob es einmalig, sporadisch oder regelmäßig auftrat. Jegliches Verhalten, das jemals von einer bestimmten Person ausgeführt wurde, gehört zu dieser Kategorie.

101). Habits erfüllen meist drei dieser Komponenten: Sie erfolgen unbewusst, sind schwer (aber nicht unmöglich) zu kontrollieren und zeichnen sich durch mentale Leistungseffizienz aus (Verplanken, 2006, S. 640; Verplanken & Orbell, 2003). Das Beispiel „Zähneputzen“ soll die drei Komponenten veranschaulichen: Ein Erwachsener fragt sich morgens im Bad nicht, ob er Zähne putzen soll oder nicht – er nimmt die Bürste in die Hand, ohne bewusst darüber nachzudenken. Bei kleinen Kindern läuft das noch nicht automatisiert ab, weshalb der Prozedur oft ein quälend langer Entscheidungsprozess vorausgeht (Fuchs, 2007, S.

Eine Handlung kann man als Spezialfall von allgemeinem menschlichem Verhalten betrachten (Greve, 1994, S. 13). Man verbindet mit ihr „einen subjektiven Sinn“ und führt sie zielgerichtet durch (Weber, 1984, S. 19; vgl. dazu auch Groeben, 1986, der „Handeln“, „Tun“ und „Verhalten“, je nach dem Ausmaß der die Tätigkeit bestimmenden Intentionalität unterscheidet). Der Handelnde orientiert sich an den erwarteten Folgen der Durchführung, er hat Vorstellungen über die Situation entwickelt, auf deren Basis er handeln kann (Scherer, 1997, S.

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