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By Willem Frederik Dankbaar

Von den grossen Reformatoren hat sich, ausser Calvin, nament­ lich Martin Bucer für die Niederlande interessiert und hier, wenn auch meistens auf indirekten Wege, einen gewissen Einfluss auf die Reformation ausgeübt. Der Umstand, dass seine Briefe zum Teil überhaupt noch nicht und zum Teil an verschiedenen Orten herausgegeben sind - eine vollständige Ausgabe wird vorbereitet, dürfte aber noch geraume Zeit auf sich warten lassen - bedeutete eine erhebliche Schwierig­ keit für unsere Untersuchung. Wir haben in seinen Briefen soviel wie möglich untersucht, used to be sich auf unseren Gegenstand bezieht; vielleicht kommt später noch mehr ans Licht. Einerseits enttäuschte es, feststellen zu müssen, dass von den zwei Besuchen, die Bucer in seinen jungen Jahren den Nieder­ landen abgestattet hat, sehr wenig bekannt geworden ist und dass bisher keine Korrespondenz mit Personen in diesem Lande selbst zum Vorschein kam. Anderseits geben seine Beziehungen zu Hol­ ländern im Ausland und seine Korrespondenz mit anderen genügend Aufschluss, um sich ein Bild zu machen von Bucers regem Interesse für und seine Bemühungen um Einflussnahme auf die Vorgänge in unserem Lande. Sein späteres Verhältnis zu Erasmus - mit Ausnahme der Sache Geldenhauer - und seine Polemiken mit Latomus und Pighius haben wir ausser Betracht gelassen, weil diese Männer sich damals schon zu lange im Ausland aufhielten und die Auseinandersetzung ausschliesslich theologischer Natur conflict, so dass es sich hier nicht um eine spezifisch niederländische Beziehung handelt.

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Martin Bucers Beziehungen zu den Niederlanden

Von den grossen Reformatoren hat sich, ausser Calvin, nament­ lich Martin Bucer für die Niederlande interessiert und hier, wenn auch meistens auf indirekten Wege, einen gewissen Einfluss auf die Reformation ausgeübt. Der Umstand, dass seine Briefe zum Teil überhaupt noch nicht und zum Teil an verschiedenen Orten herausgegeben sind - eine vollständige Ausgabe wird vorbereitet, dürfte aber noch geraume Zeit auf sich warten lassen - bedeutete eine erhebliche Schwierig­ keit für unsere Untersuchung.

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85 ff. W. , S. 80 ff. (siehe auch Verzeichnis). 30 REFORMATIONSGESINNTE NIEDERLÄNDER IN STRASS BURG auch das Misstrauen des Kaisers gegen ihn erregte, erwog de Falais, sein Land zu verlassen. Calvin, der seit 1543 mit ihm und schon früher mit seiner Frau im Briefwechsel stand, bestärkte beide in diesem Vorsatz; Bucer war dieser Briefwechsel bekannt 1). Nachdem de Falais gegen Ende des Jahres 1543 oder Anfang 1544 tatsächlich in die Verbannung gegangen war, konfiszierte der Mecheler Hof all seine Güter.

Dez. 383). 8) Bucer an Philipp von Hessen, Strassburg, 22. Sept. 1546 (Lenz, Briefwechsel, II, S. 467 f). 3) Bucer an Philipp von Hessen, Strassburg, 26. )an. 479). , 54, S. 416-422. 46 DIE POLITISCHE LAGE Bucer bald in die Hände und er beeilte sich, Philipp von Hessen davon in Kenntnis zu setzen 1). Er schickte ihm ein Exemplar des "neuen alcoran durch die Niderland ausgerichtet". Jacques de Bourgogne, der nach Strassburg geflohen war, teilte ihm Näheres mit. Der von Arras, des Granvels son, der von Leutig vnd andre bischove haben allen leien die bibel genomen.

Er begab sich nach Strassburg und wurde dort auf Empfehlung Sturms und Bucers zum Gymnasiallehrer ernannt. Bucer, der ihm anfangs wohlgesinnt war, förderte seine Ernennung zum Domherrn der St. Thomaskirche. Aber bald darauf kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Velsius, der einen unruhigen und wühlerischen Geist hatte, hatte zwar Bedenken gegen die päpstliche Herrschaft, propagierte aber die Auffassung, dass man einen Vergleich mit der katholischen Kirche zustande bringen müsse, und dass die Obrigkeiten zu diesem Zwecke ein freies Konzilium zusammenrufen sollten.

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