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By Matthias Junge (auth.), Matthias Junge (eds.)

Die Metapher begleitet die Geschichte der Menschheit, seit die Suche nach Erkenntnis und Zugehörigkeit die Handlungs- und Orientierungsweisen des Menschen prägt. Metaphern sind eine der ersten rhetorischen, poetischen Figuren, vor allem in der für die Entstehung modernen Denkens bahnbrechenden „Ilias“ Homers. Die Wertschätzung von Metaphern von der Antike bis heute battle durchaus wechselvoll. Ihre Verwendung setzte sich aber in der Beschreibung von Weltbildern, in der Mythologie, der Literatur, der Philosophie, der Theologie und anderer Wissenschaften durch und bestimmt bis heute sowohl wissenschaftliches wie auch alltagsweltliches Denken, Interagieren und Kommunizieren. Metaphern bündeln auf komplexe und vielschichtige Weise Orientierungen, Orientierungshilfen und Wissen über den bezeichneten und umschriebenen Gegenstand. Der Aufklärung dieser vielfältigen Zusammenhänge ist dieser interdisziplinäre Reader gewidmet.

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Wie er sich nicht von seiner Rüstung trennen läßt, so läßt sich eine Welt nicht von Versionen trennen. Die Rüstung kann man wechseln, eine neue Version kann eine alte ersetzen; aber sowenig wie wir Sir Agilulf ohne jede Rüstung antreffen können, so wenig können wir eine Welt ohne jede Version antreffen. Die Metapher läßt sich weiterführen. Wenn Sir Agilulf stirbt, ist seine Rüstung nur ein Haufen Blech. Auch eine Version kann zusammenbrechen: Sie stößt auf Schwierigkeiten, die sie nicht überwinden kann – und ist am Ende“ (DD 105, vgl.

Für sie ist bezeichnend, dass ihr der Andere ursprünglich und bleibend wesentlich ist für den Aufbau dieser ‚Identität mit Fugen‘. Sofern ich selbst werde durch den Anderen und mich nur auf dem Umweg über ihn selbst verstehen kann, ist meine ipse-Identität nicht zentripetal selbstbezogen, sondern in bestimmter Weise exzentrisch: meine Mitte ist außen (ohne dass ich das noch einmal beobachten könnte, wie Plessner mit Rückgriff auf Fichte meinte). 6 Diese Identitätsfigur würde ich im Unterschied zur egologischen eine alterologische oder metaphorische Identität nennen.

6 Diese Identitätsfigur würde ich im Unterschied zur egologischen eine alterologische oder metaphorische Identität nennen. 6 Narratologie: der Text als Anderer und die Anrede Ricœurs Hintergrund der ipse-Identität ist seine Narratologie. Ohne die hier näher ausführen zu können, will ich von einer dreigliedrigen Grundfigur Ricœurs Gebrauch machen: Er unterscheidet die erzählbare Lebenswelt als Präfiguration von der Erzählung als Konfiguration, die final auf die Refiguration der Lebenswelt des Lesers/Hörers zielt.

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