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By Marc Schulz

Welche Bedeutung haben Performances in der Jugendarbeit? Welche Varianten von Aufführungspraktiken stellen neue Herausforderungen für die Arbeit mit Jugendlichen dar? In dieser Studie wird Bildung als kontextuell ästhetisierte und sozial situierte Aufführungspraxis rekonstruiert und somit eine sozialpädagogische mit einer performativen Perspektive verschränkt. Anhand von ethnografisch erhobenen Feldvignetten wird gezeigt, wie Jugendliche kontextuell ihre Bildungsvollzüge in shape von ästhetischen Performances praktisch gestalten, die beiläufig im alltäglichen Geschehen der pädagogischen establishment eingebettet sind. Zudem wird deutlich, wie jugendliche Tätigkeiten in ihrer ästhetischen und sozialen Eigenlogik rekonstruiert werden können, ohne diese ausschließlich als entsprechende Bildungseffekte pädagogisch zu vereinnahmen.

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Auch deshalb wird das Konzept der Performativität als „Instrument erziehungswissenschaftlicher Forschung“ (Göhlich 2001: 26) vorgestellt, das das soziale Handeln grundsätzlich als performativ versteht, da es in Bezugnahme auf ein Gegenüber vollzogen und damit auch aufgeführt wird (vgl. Wulf/Göhlich/ Zirfas 2001). Unter dieser Perspektive stellt sich die bildungstheoretisch relevante Frage, wie Menschen dieses, für unterschiedliche soziale Situationen entsprechende Wissen eines situativ angemessenen Handelns entwickeln.

Auch ebd. ). Mimetische Prozesse, in denen Menschen auf bereits Vorhandenes zurückgreifen, um „Bezug auf andere Menschen und auf die sie umgebende Welt“ (ebd. 2004: 151) nehmen zu können, sind als körperliche Aufführungen performativ. Dieses kulturelle Lernen „ist weitgehend mimetisches Lernen, das im Zentrum vieler Prozesse der Bildung und Selbstbildung steht, das sich auf andere Menschen, soziale Gemeinschaften, Kulturgüter richtet und deren Lebendigkeit garantiert“ (ebd. 2004: 159). Die stattfindenden mimetischen Prozesse seien eigenständige körperliche Handlungen, die „aus sich heraus verstanden werden können und die auf andere Handlungen […] Bezug nehmen“ (ebd.

33). Damit beschreibt Göhlich die Nähe des Sozialen zur ästhetischen Aufführung: Zwischen Aufführenden und Zuschauenden besteht sowohl die Möglichkeit der gegenseitigen Betrachtung als auch der gemeinsamen Sinnproduktion. : 35) beschreiben. Diesen performativen Aufführungscharakter des Sozialen, der durch den Körper getragen wird, beschreibt ebenfalls Erving Goffman in seiner Interaktionstheorie, indem er das Verhältnis zwischen sozialem Kontext und handelnden Akteur/innen mithilfe von Theatermetaphern wie Bühne und Rahmen/Ebenen, Rolle und Selbstdarstellung, Akteur und Publikum analysiert (ebd.

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